Trage ich als Femme Lesbe eine gesellschaftliche Verantwortung?

Homosexuelle Männer machen es schon seit über einem Jahrzehnt vor: sie zeigen wie „normal“ sie sind. Sie sind Politiker, Väter, „echte“ Männer, höfliche Anwälte, taffe Kindergärtner. Schwule haben dafür gearbeitet: Durch kontinuierliche öffentliche und selbstbewusste Präsenz weiß heutzutage jeder, dass Schwulenklischees Klischees sind. Die Frau, die in dieser patriarchalen Welt lebt, nutzt oft die Deckung der Heteronormativität um sich in dieser Gesellschaft leichter zu bewegen. Damit tragen sie unweigerlich zur Stärkung der lesbischen Klischees bei, denn nur die Klischeelesben werden als solche wahrgenommen, welches an sich kein Problem wäre, wenn dann die Anzahl und Belange von uns Lesben nicht komplett unterschätzt würden. Dass die schöne Kollegin, die modebewusste Bekannte, die kluge Kommilitonin oder die immer Highheels tragende Genossin eine queere/ lesbische Frau sein könnte, kommt so den wenigsten in den Sinn.
Können wir es diesen Menschen verübeln?
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Die Eheöffnung – ein persönliches und wütendes Plädoyer

Ich bin ziemlich sauer. Sauer und traurig. Ich stehe am Hamburger Jungfernstieg, halte mit der einen Hand die meiner Freundin und lese mit der anderen den neuesten Artikel von queer.de Ich habe nicht erwartet, dass die Eheöffnung plötzlich geschieht, aber wie selbstgefällig das „Bereinigungsgesetz“ verabschiedet worden ist, macht mich sauer und traurig. So sauer, dass ich mir irgendwie Luft machen muss. Und das Ergebnis könnt ihr hier jetzt lesen.

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